Was macht Webseiten von Unternehmen eigentlich erfolgreich? Die möglichen Antworten auf diese Frage sind vielfältig, situationsabhängig und deswegen auch nicht immer eindeutig zu benennen:
- Ein schickes Design?
- Gute Inhalte?
- Die Qualität des Textes?
- Wenige Funktionen?
- Viele Funktionen?
- Viele Besucher?
- Viele zufriedene Besucher?
- Eine perfekte Programmierung?
- Suchmaschinenoptimierung?
- Die Einbindung sozialer Netzwerke wie Twitter, Facebook oder Google+?
In einem kurzen Blogartikel kann auf obige Frage keine zufriedenstellende Antwort gegeben werden. Stattdessen greift dieser Artikel gezielt einen einzelnen Aspekt heraus, der leider viel zu häufig vernachlässigt wird: Das Vertrauen in eine Webseite und das dahinter stehende Unternehmen. Im Englischen wird dieser Aspekt als „Trust Factor“ bezeichnet.
Was ist der Trust Factor?
Der „Trust Factor“ bezeichnet das Vertrauen eines (potentiellen) Kunden in eine Webseite und die auf ihr angebotenen Produkte, Dienstleistungen oder Informationen. „Vertrauen“ ist dabei die subjektive Überzeugung des (potenziellen) Kunden von der Richtigkeit bzw. Redlichkeit der auf einer Webseite angebotenen Produkte.
Je größer das Vertrauen eines potentiellen Kunden in eine Webseite ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Vertrauen dann auch tatsächlich zu einem „Kaufabschluss“ führt. Verschiedene Fallstudien haben dies in der Vergangenheit belegt. Ein Kaufabschluss kann dabei ein echter Kauf sein (z. B. in einem Onlineshop), aber auch die Bestellung weiterer Informationen oder ein Anruf beim Unternehmen.
Was beeinflusst den Trust Factor?
Maßnahmen zur Unterstützung des Vertrauens in eine Website sind also wichtig. Wie kann man aber das Vertrauen in die eigene Webseite nachhaltig steigern? Aspekte, die das Vertrauen von Nutzern in eine Webseite verbessern können, können sein: Seriöse E-Mail-Adressen (also keine E-Mail-Adressen von kostenlosen E-Mail-Diensten im Web), glaubwürdige und ggf. für den Kunden nachvollziehbare Referenz-Statements von Kunden, transparente Angaben zum Umgang mit evtl. erhobenen Kundendaten (beispielsweise bei Anfragen über Kontaktformulare), oder auch allgemeine Hintergrundinformationen zum Unternehmen und den dahinter stehenden Personen.
Eine wichtige Maßnahme zur Steigerung des Vertrauens in Webseiten ist die Nutzung von Gütesiegeln. Gütesiegel (oder auch Gütezeichen oder Qualitätssiegel) sind grafische oder schriftliche Markierungen an Produkten, die eine Aussage über die Qualität des Produktes machen sollen. Gütesiegel signalisieren dem Nutzer dass der Betreiber einer Webseite sich zu bestimmten Themen konkret Gedanken gemacht hat und die Erwartungen und Bedürfnisse der Besucher ernst nimmt.
Wie wäre es mit einem "Conversion-Gütesiegel"?
Bekannte Beispiele von Gütesiegeln sind das „Trusted Shop“-Siegel und das safershopping-Siegel. Am Markt noch ganz neu, und deswegen auch noch nicht sehr weit verbreitet, ist das Qualitätssiegel für Webseiten der „Webseitenverbesserer“. Natürlich kann kein Gütesiegel der Welt dafür sorgen, dass Ihre Website wirklich gut verkauft. Aber man kann sicherstellen, dass alle grundlegenden Qualitätskriterien für eine Website erfüllt sind - und längst nicht alle kommerziellen Websites erfüllen diese Kriterien!
Im Rahmen einer Zertifizierung der Webseitenverbesserer wird eine Webseite entlang von acht Prüfbereichen und bis zu 115 Prüfkriterien analysiert und bewertet. Diese Analyse ist nicht nach "Schema F", sondern wird auf Basis eines Grundkataloges je nach Geschäftsmodell und Produkt individualisiert, um die Wirklichkeit möglichst gut abzubilden. Das Ergebnis der Zertifizierung wird für den Betreiber der Webseite in einem detaillierten, hilfreichen 80-seitigen Prüfbericht zusammengefasst, der zudem auch konkrete Empfehlungen für Verbesserungen der zertifizierten Webseite liefert.
Um die Qualität des Gütesiegeln einzuschätzen, habe ich ConversionBoosting.com zertifizieren lassen. Dies wurde von den "Webseitenverbesserern" kostenlos durchgeführt, da ich im Gegenzug über die Erfahrungen mit dem Gütesiegel berichte. Auf ConversionBoosting.com konnten durch den Mix aus u.a. Usability, Technik und Rechtsanalyse einige Schwächen aufgezeigt und Fehler gefunden werden. Insbesondere die sehr pragmatischen und konkreten Handlungsempfehlungen machen das Gütesiegel in zwei Richtungen interessant:
- Es zeigt, dass sich ein Webseitenbetreiber Mühe gibt, die Qualität seiner Website zu steigern. Das schafft Vertrauen.
- Es gibt wertvolle Hinweise und konkrete Handlungsempfehlungen, die man für den gleichen Betrag von einem freien Berater oder einer Agentur nicht erhalten würde.
Mehr Informationen zum Gütesiegel der Webseitenverbesserer finden Sie unter http://www.die-webseitenverbesserer.de/zertifizieren/











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