Die Wegweiser der Websites

5 Tipps für den Weg zu pfiffigen Website-Navigationen!

Die Navigation ist der Wegweiser der Websites. Sie sorgt für Orientierung – oder, wenn sie schlecht sind, für Verwirrung. Wir präsentieren Ihnen hier fünf Testideen für Orientierung schaffende Website-Navigation, die NICHT langweilen.

Sie machen Urlaub in den Bergen, stehen an Ihrem Urlaubsort auf dem Dorfplatz und schauen auf einen Wegweiser, um sich zu orientieren. Der Wegweiser zeigt Ihnen den Weg zu a) „Tante Ursel“, b) „Sackgasse“, c) „Mülldeponie“, d) „Schöner Ort“. Würden Sie sich gut informiert fühlen? Wir können nur mutmaßen, aber wir glauben NICHT, dass Sie sich gut informiert fühlen würden.

Genau schlecht informiert könnte sich ein Website-Besucher bei einem Navigationsmenü fühlen, das a) für ihn unverständliche Bezeichnungen enthält, die ihm nicht verdeutlichen, wohin sie ihn führen, oder das b) für ihn eher irrelevante Wege (z.B. zum Impressum) stark in den Vordergrund rückt. Um für Besucher unverständliche Bezeichnungen zu vermeiden, setzen viele Websites auf Standards. Und dann findet man vielleicht im oberen Bereich der Website ein Menü mit den Klassikern der Website-Menüs „Über uns“, „Leistungen“, „Referenzen“, „Aktuell“, „Kontakt“ und Impressum“.

Solche Standardmenüs haben den Vorteil, dass potenzielle Kunden wissen, was sie erwartet. Allerdings machen sie eine Website zu einer von 100 ähnlichen Websites. Und sie geben notwendigen, aber eventuell nicht oft aufgerufenen Menüpunkten wie dem Impressum möglicherweise ebenso viel Raum wie den Leistungen, für die sich die meisten potenziellen Kunden interessieren. Vielleicht wäre da irgendwie anders irgendwie besser? Vielleicht.

Hier sind fünf Tipps, die Ihnen auf dem Weg zu einem guten Website-Menü weiterhelfen.

1) Was will eigentlich der Kunde von Ihnen?

Das ist die wichtigste Frage überhaupt. Der potenzielle Kunde kommt auf Ihre Website. Warum hat er sie angesteuert? Was will er hier?

Auf diese Frage gibt es mit Sicherheit mehr als eine Antwort. Nimmt man etwa die Seite eines Heizungs- und Sanitärbetriebs, dann sucht der potenzielle Kunde vielleicht jemanden für die Badgestaltung, für den Einbau eines Heizsystems, einer Solar- oder Klimaanlage. Wie auch immer: Er hat ein bestimmtes Anliegen und möchte auf der Website möglichst schnell sehen, wie der jeweilige Anbieter ihn dabei unterstützen kann.

Das Konzept des Website-Menüs sollte daher auf dem typischen Informationsbedürfnis durchschnittlicher potenzieller Kunden beruhen. Wie das aussieht, muss man allerdings erst einmal herausfinden. Reden Sie vielleicht einmal mit verschiedenen Leuten und fragen Sie sie, wie aus ihrer Sicht eine gute Struktur Ihrer Website aussehen könnte. Aber… nutzen Sie die Gespräche nur, um Ideen zu finden, welche Menüstruktur Sie mit A/B- oder multivariaten Test testen könnten. Lassen Sie sie nicht zum Testersatz werden.

2) Schmeißen Sie etwas raus!

Bisweilen kommt man auf immer neue Ideen, welcher Menüpunkt unbedingt noch in die Website-Navigation gehört. Und dann bläht man das Menü vielleicht immer weiter auf und das zu Lasten der Verständlichkeit. Man bietet dann vielleicht als Schreiner Innenausbau an und möchte potenzielle Kunden darauf hinweisen, dass:

  • auch Sonderanfertigungen möglich sind,
  • man mit Mineralwerkstoffen arbeitet,
  • man auch barrierefrei baut,
  • und schöne Fußböden gestaltet.

All das und noch mehr wird dann vielleicht ein eigener Unterpunkt des Hauptmenüpunkts „Innenausbau“. Es könnte gut sein, dass das potenzielle Kunden eher verwirrt als bei der Orientierung unterstützt. Deshalb unser Tipp: Wenn Ihnen immer weitere Menüpunkte in den Kopf kommen, die auf jeden Fall in Ihr Website-Menü gehören, halten Sie irgendwann inne. Und dann überlegen Sie noch einmal, ob wirklich all diese Menüpunkte sein müssen oder ob Ihr Menü nicht doch radikal abspecken sollte.

3) Ein Menü ist nicht (immer) genug

Je nach Anzahl der Navigationspunkte kann es schnell recht eng werden in einer Menüspalte. Bisweilen ist es da sinnvoll, Menüpunkte wegzulassen (siehe Tipp 2) oder aber in ein zweites oder drittes Menü auszulagern.

Ein Menüpunkt wie „Impressum“ ist beispielsweise unverzichtbar (aus rechtlichen Gründen), aber oft bei Website-Besuchern eine eher selten angesteuerte Seite. Hier könnte es also durchaus Sinn machen, den Punkt in ein (weniger prominent platziertes) Extramenü auszulagern. Das kann sich nahe am Hauptmenü befinden, aber durchaus auch am unteren Seitenrand. Aber Vorsicht: Man sollte nicht unbedingt aus dem Bauch heraus entscheiden, welche Menüpunkte eher unwichtiger sind und damit ausgelagert werden sollten.

Ein Menüpunkt wie „Über uns“ ist beispielsweise bei manch einem Anbieter eine selten besuchte Seite. Gerade bei teureren Dienstleistungen kann es aber durchaus sein, dass potenzielle Kunden gerne wissen möchten, mit wem sie es zu tun haben. Ziehen Sie bei der Auswahl auszulagernder Menüpunkte den Blick auf Besucherzahlen daher dem Bauchgefühl vor.

4) Mehr Bild und/oder mehr Design bitte?

Viele Website-Betreiber machen es sich mit der Gestaltung ihrer Website-Menüs sehr einfach. Sie setzen auf Textlinks und sonst auf nichts. Das muss keineswegs verkehrt sein. Aber vielleicht sollte man doch einmal testen, ob eine etwas aufwändigere Gestaltung nicht auch etwas mehr Erfolg verspricht, also mehr Leute dazu animiert, einen der Menüpunkte anzuklicken. Es muss nicht so sein. Es könnte aber!

5) Text: Manchmal ist direkte Ansprache gut

In Navigationen von Websites tauchen immer wieder dieselben Wörter auf: Leistungen, Referenzen, Hilfe… Wie bereits erwähnt, hat das durchaus Vorteile, weil der Website-Besucher dann weiß, was ihn beim jeweiligen Menüpunkt erwartet. Dennoch sollte man vielleicht Varianten testen, um sich mit der eigenen Seite etwas stärker von anderen abzuheben.

Eine Möglichkeit wäre eine direktere Ansprache potenzieller Kunden im Menü. Mit ihr wählt man eine noch nicht so sehr verbreitete Variante der Menü-Beschriftung. Statt „Hilfe“ könnte „Können wir helfen?“ die bessere Variante sein, statt „Leistungen“ „Was wir für Sie tun“ und statt „Vorteile“, „Gründe, uns zu vertrauen“. Testen Sie es aus.

Der Autor

Ansgar Sadeghi

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Angar Sadeghi arbeitet bereits seit vielen Jahre als selbstständiger Online-Journalist und Texter. Ein Schwerpunkt seiner journalistischen Arbeit sind die Bereiche Online-Marketing und E-Commerce

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