Lauter missglückte Tests – Haben Sie versagt?

Fünf Tests. Sie initiieren nacheinander fünf Tests mit Ihrer Website und diversen Testvarianten, weil Sie die Conversion-Rate der Originalseite nicht zufrieden stellt. Alle fünf Tests haben nichts anderes als die Erkenntnis gebracht, dass die bisher genutzten Testvarianten der Original-Website in Bezug auf die Conversion-Rate unterlegen sind, obwohl die Original-Seite nicht einmal annähernd ein Conversion-Booster ist. Ist das nicht furchtbar? Ist das nicht furchtbar frustrierend? Ja. Es ist frustrierend, wenn man nicht den Wert der Tests erkennt, die einen erst auf den zweiten Blick weiterbringen.

Es gibt immer ein wertvolles Ergebnis

Man kann die fünf oben erwähnten Tests natürlich einfach nur für missglückte Tests halten. Sie haben den Tester seinem Ziel einer Seite mit gestiegener Conversion-Rate nicht näher gebracht: zumindest nicht auf einem direkten Weg. Und wer immer nur direkte Wege gehen möchte, lässt die ganze Conversion-Optimierung vielleicht nach fünf Tests ohne irgendeine Steigerung der Conversion-Rate sein. Bringt alles nichts! Solchen Menschen seien zwei Dinge gesagt: a) Wichtige Eigenschaften eines guten Conversion-Optimierers sind Geduld und etwas Frustrations-Toleranz und b) auch ein Test, bei dem die Testvarianten für keine höhere Conversion-Rate sorgen, bringt oftmals wertvolle Erkenntnisse.

Ein Beispiel – fehlende Bilder sind es nicht!

Nehmen wir ein Beispiel. Sie testen eine Originalseite ohne und diverse Testvarianten mit unterschiedlichen Bildern. Keine einzige Testvariante mit Bild schlägt die Originalseite ohne. Dabei waren Sie so fest davon überzeugt, mit Ihrer Testidee „Bilder auf die Website“ bereits einen Schlüssel für eine steigende Conversion-Rate in der Hand zu haben. Und? Nichts ist! Kein Ergebnis. Aber stimmt das denn? Nein. Es gibt Ergebnisse. Man kann sich der optimierten Website nämlich durchaus auch im Ausschluss-Verfahren annähern. Sie wissen jetzt: Wenn Sie Bilder in die Website integrieren, bringt Ihnen das nichts. Es sind andere Veränderungen nötig.

Haken Sie Testideen ab, wenn Sie die Sache wirklich intensiv und ohne positives Ergebnis getestet haben. Aber denken Sie daran: „Entsorgen Sie Testideen nicht zu schnell!“ Wenn Sie jedoch in unserem Beispiel sicher sind, dass diese ganze Bilder-Geschichte nichts bringt, verwerfen Sie die Testidee. Nehmen Sie nun vielleicht einen ganz anderen Ansatz und widmen sich einmal dem Text, der Headline oder der Copy. Letztlich ist auch ein Test, der nicht sofort eine gesteigerte Conversion-Rate bringt, kein Irrweg. Wenn Sie ein bisschen darüber nachdenken, ist auch er vielmehr ein Schritt in eine richtige Richtung.

Sie sind einfach zu gut!

Wenn Sie keine Conversion-Steigerungen erreichen, heißt dies einfach manchmal auch, dass die Seite einfach schon sehr gut ist. Deshalb sehen Sie es ruhig auch mal von der anderen Seite: Wenn Sie sofort große Sprünge erreichen würden, wäre in der Vergangenheit viel falsch gemacht worden. Es ist doch toll zu sehen, wenn dies nicht der Fall war.

Also: Nicht frustriert sein. Weitermachen! Und lassen Sie sich auch nicht von anderen irritieren, die Ihnen die vergangenen Tests als Versagen ankreiden. Zeigen Sie ihnen, dass auch scheinbar ohne verwertbares Ergebnis verlaufene Tests Ergebnisse bringen. Wenn Sie dabei Hilfe brauchen: Legen Sie ihnen einfach diesen Artikel vor.

Der Autor

Julian Kleinknecht - CRO ConversionBoosting GmbH

Julian Kleinknecht
CRO ConversionBoosting GmbH

Mehr Informationen

Julian Kleinknecht ist CRO (Chief Research Officer) von ConversionBoosting und verantwortet alle Research-Inhalte. Er hat zwei Master-Abschlüsse der University of St Andrews (UK) und der LMU München sowie viele Jahre Erfahrung in den Bereichen Web-Analyse und Website-Testing.

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