Webinaraufzeichnung

Google Analytics 4: So klappt der Umzug von Universal Analytics

Ab dem 1. Juli 2023 erfasst Universal Analytics keine Daten mehr. Bis dahin muss der Umzug auf Google Analytics 4 erfolgt sein. Um Vergleichswerte zu haben, besser noch früher.

Julian Kleinknecht zeigt im Webinar konkrete Schritte für einen reibungslosen Umzug – basierend auf vielen bereits umgezogenen Implementierungen unserer Kunden.

  • Empfohlener zeitlicher Ablauf
  • Einschätzung zu GA4
  • Anforderungen an GA4 definieren
  • GA4 per Tag Manager integrieren (für Seitenaufrufe und Events)
  • Alle wichtigen Konfigurationen von GA4 (u.a.Referrer, Speicherdauer, Dimensionen anlegen)
  • Die wichtigsten Bestandteile der neuen Oberfläche

Zusammenfassung des Videos

1. Empfohlener zeitlicher Ablauf

Die wichtigsten Fristen:

  • Ab dem 01.07.2023 werden keine neuen Daten mehr in Universal Analytics akzeptiert
  • Ab dem 01.10.2023 besteht kein Zugriff auf Universal Analytics mehr
  • Für Vorjahrsvergleiche muss GA4 ab dem 01.07. dieses Jahres (vor 7 Tagen) implementiert sein

Unsere Empfehlung für die nächsten Monate.

  • GA4 jetzt (zumindest teilweise) implementieren
  • bis Ende des Jahres mit der neuen Oberfläche und Herangehensweise vertraut machen
  • Ab Anfang nächsten Jahres komplett auf GA4 umstellen

2. Unsere Einschätzung zu GA4

Die Vorteile gegenüber Universal Analytics;

  • Deutlich mehr Flexibilität bei der Implementierung
  • Deutlich bessere Analysemöglichkeiten
  • Verbesserungen beim Datenschutz
  • Machine Learning, um fehlende Daten zu modellieren

Die Nachteile im Vergleich zu Universal Analytics

  • Komplexere Implementierung
  • Höhere Lernkurve

3. Anforderungen an GA4 definieren

Bevor es an die Umsetzung geht, sollten diese Schritte durchlaufen werden.

1. Ziele und Motivationen der Anwender verstehe

Mit Use Cases wie: “Als Marketing Manager möchte ich wissen, welche Fehlermeldungen am häufigsten angezeigt werden, um problematische Formularfelder zu identifizieren”.

2. Fachliches Konzept erstellen / Berichte konzipieren

Wie sollen die gewünschten Berichte aussehen. Zum Beispiel:

3. Technisches Tracking-Konzept erstellen

Die Vorteile eines Tracking-Konzepts:

  • Briefing für die Umsetzung (Entwickler müssen sich nicht um Webanalyse-Fragen kümmern, sondern können “einfach nur” programmieren)
  • Qualitätssicherung der Tags
  • Übersicht, was gemessen wird

Die Nachteile im Vergleich zu Universal Analytics

  • Komplexere Implementierung
  • Höhere Lernkurve

Wir verwenden Google Sheets. Ein Beispiel:

Technisches Konzept

4. GA4 per Tag Manager integrieren

Nachdem eine neue GA4-Property erstellt wurde, muss noch ein sogenannter Data Stream erstellt werden.

Die dort generierte Mess-ID dann im Google Tag Manager in ein neues Tag vom Typ “Google Analytics: GA4-Konfiguration” einfügen. Informationen wie Content-Gruppen, Login-Status, etc, (die auch in Universal Analytics vorkommen).

Das gleiche Vorgehen dann für alle zu messenden Ereignisse. Anders als in Universal Analytics müssen die zu übergebenden Parameter selbst definiert werden:

Bevor man Zeit und Geld in das Thema investiert: Zuerst prüfen, wie viele wiederkehrende Besucher vorhanden sind. Denn nur für diese kann man die Startseite sinnvoll personalisieren.

5. Alle wichtigen Konfigurationen in GA4

Die wichtigsten Konfigurationen, die in GA4 vorgenommen werden sollen.

Im Menüpunkt “Verwaltung”:

  • Referrer von Zahlungsanbietern ausschließen
  • Speicherdauer der detaillierten Daten (nicht nur aggregierte Daten) von 2 auf 14 Monate erhöhen
  • ggf. URL-Parameter der internen Suche festlegen (wenn es nicht einer der Standardparameter wie “q”, “search” oder “query” ist.
  • Attributionsmodell ggf anpassen (last-click statt datengetrieben)
  • Datenschutz: ggf. Erfassung zu genauen Standorten für bestimmte Ländern deaktiveren
  • Verknüpfungen mit anderen Google-Diensten wie Google Ads, Search Console und BigQuery vornehmen

Im Menüpunkt “Konfigurieren”:

  • benutzerdefinierte Dimensionen für zuvor definierte Parameter anlegen
  • Conversions (basierend auf Events) definieren

6. Die wichtigsten Bestandteile der neuen Oberfläche

Mithilfe von Erkunden (erreichbar in der Navigation links) kann man detaillierte Analysen deutlich schneller als noch in Universal Analytics erstellen:

  • linke Spalte: alle Dimensionen, Metriken und Segmente, mit denen man arbeiten möchte (die “Arbeitsplatte”)
  • mittlere Spalte: Definition des aktuellen Berichts
  • rechts: der tatsächliche Bericht

Wichtig: Um sich für eine Dimension nicht alle Events, sondern ein bestimmtes Event anzuzeigen, in der Mitte unten einen Filter mit “Eventname=ABC” anlegen.

Ein außerdem spannendes Feature: Die Liste der Berichte (im Tab “Bericht” links) kann selbst konfiguriert werden. Es können also irrelevante Bericht wie “In-App-Käufe” entfernt werden und durch selbst erstellt ersetzt werden.