Werbung in ChatGPT messen
Seit Mitte 2026 kann in Deutschland auch bei ChatGPT Werbung gebucht werden. Auch für diese OpenAI Ads ist Conversion-Tracking sinnvoll, um den Erfolg der Anzeigen zu messen und Kampagnen steuern zu können.
Vor der Einrichtung des Conversion-Trackings für OpenAI Ads müssen einige Grundlagen geschaffen sein:
Über den Autor
Julian Kleinknecht ist Geschäftsführer bei ConversionBoosting und unterstützt Unternehmen seit mehr als 14 Jahren bei Webanalyse und Tracking. Er teilt Erkenntnisse hier, auf LinkedIn und auf YouTube.
Nachdem im OpenAI Ads Manager (unter dem Menüpunkt „Conversions“) eine sogenannte „Datenquelle“ angelegt wurde, können die gewünschten Conversions definiert werden.

Für Online-Shops empfiehlt es sich, die gängigen E-Commerce-Schritte abzubilden. In OpenAI Ads werden individuell benannte Ereignisse internen Basisereignissen (event_name) zugeordnet. Ein typisches Setup für einen Shop sieht wie folgt aus:
contents_vieweditems_addedcheckout_startedorder_createdWie bei den meisten Tracking-Tools wird zunächst ein Basis-Code (Einrichtungscode) benötigt.

Anschließend wird für jede Conversion ein spezifischer Event-Tag gefeuert.
Für die Implementierung empfiehlt sich die Nutzung des Google Tag Managers. In der GTM Community Template Gallery stehen dafür entsprechende Vorlagen zur Verfügung. Sucht man nach „OpenAI“, finden sich die zwei oben genannten Vorlagen:

Unsere Empfehlung
Es ist ratsam, die Tag-Vorlage von Stape zu verwenden. Diese ist technisch durchdachter als die offizielle Variante von OpenAI und macht die Implementierung weniger anfällig für Fehler.
Wie bei Meta Ads oder Google Ads erfordert auch das Tracking von OpenAI die explizite Zustimmung der Nutzer (Consent).
Das OpenAI Ads Tag muss in der Consent Management Plattform (CMP) als Marketing-Tag kategorisiert und mit den GTM-Triggern so verknüpft werden, dass es nur bei erteilter Einwilligung feuert.
(Noch) nicht erforderlich ist aus Sicht von OpenAI die Einrichtung des Consent-Mode. Allerdings dürfte der bei vielen Websites ohnehin bereits implementiert sein.
OpenAI unterstützt die Übergabe von Nutzerdaten, analog zu den Erweiterten Conversions (Google Ads) oder dem Advanced Matching (Meta Ads), um die Zuordnungsrate zu verbessern.
Wichtig
E-Mail-Adressen und andere sensible IDs dürfen nicht im Klartext übergeben werden. Sie müssen zwingend als SHA256-Hash verschlüsselt werden. Vor dem Hashing sollten die Daten normalisiert werden (Kleinbuchstaben, Entfernen von Leerzeichen), da der Hash sonst vom System nicht erkannt wird.

Im GTM-Tag von Stape werden die Parameter unter den User Identifiers Parameters wie folgt mit den entsprechenden Variablen befüllt:
Um den ROAS (Return on Ad Spend) berechnen zu können, ist der Umsatz der wichtigste Parameter. Bei der Konfiguration im Tag Manager sind folgende Felder relevant:
Achtung, Stolperfalle: Das Feld nennt sich „Amount (in the currency’s regular unit)“, was bedeutet, dass der Wert regulär in Euro angegeben wird. Im zugrundeliegenden JavaScript-Code erwartet OpenAI den Wert jedoch in Cent. Verwendet man die Stape-Vorlage, wird dieser Euro-Wert glücklicherweise automatisch und korrekt in Cent übersetzt.

Zusätzlich können die gekauften Produkte übergeben werden, um zu differenzieren, was genau gekauft wurde. Da OpenAI die Informationen in einem anderen JSON-Format erwartet als GA4, Google oder Meta, muss das typische E-Commerce-Array umgeschrieben werden.
Dafür erstellt man im GTM eine „Benutzerdefinierte JavaScript“-Variable (z. B. {{cjs - contents (OpenAI Ads)}}), die das GA4-Format übersetzt:

Hier der JS-Code zum kopieren:
function() {
var items = {{DL - ecommerce.items}};
return items.map(function(item) {
return {
id: item.item_id,
name: item.item_name,
content_type: 'product',
quantity: item.quantity
};
});
}
Diese Variable wird dann im Event-Tag dem Parameter Contents zugewiesen.
Ein natives Feld für eine Transaktions-ID, um Mehrfacherfassungen (Deduplizierung) auf Client-Ebene zu vermeiden, gibt es im OpenAI-Tag bisher nicht.

Um zu verhindern, dass bei einem Neuladen der Bestellbestätigungsseite die Conversion doppelt gezählt wird, muss das Tag in den erweiterten Einstellungen zwingend begrenzt werden. Unter Advanced Settings -> Tag firing options wählt man die Einstellung „Once per page“ (Einmal pro Seite).
Um Datenverluste durch AdBlocker oder Browser-Restriktionen (ITP) zu minimieren, unterstützt OpenAI auch Server Side Tagging (SST). Die Logik orientiert sich stark an Meta Ads:
Man sendet zusätzlich im Server-Container die gleiche Conversion wie im Client-GTM. Schlägt eine Conversion im Web-Container fehl, wird sie dennoch über den Server gemessen. Für den Server-Container empfiehlt sich ebenfalls die Tag-Vorlage „OpenAI Ads Conversions API by Stape“.

Um Conversions, die sowohl vom Client als auch vom Server erfolgreich gesendet werden, zu deduplizieren, wird eine Event-ID benötigt. Dazu hinterlegt man in beiden Containern (unter den Server Side Tracking Settings) im Feld Event ID die Variable {{Unique Event ID}}.
Zur Qualitätskontrolle bietet der OpenAI Ads Manager eine sehr praktische Debug-Ansicht im Reiter „Ereignisstream“. Hier lassen sich die zuletzt gemessenen Conversions in Echtzeit filtern (z. B. nach „order_created“).

Man kann direkt prüfen, ob die Events korrekt ankommen. Wichtige Spalten sind hier:
pixel_sdk für clientseitiges Tracking).{"amount":11980} bedeutet, dass erfolgreich 119,80 € gemessen wurden.Über den Autor
Julian Kleinknecht ist Geschäftsführer bei ConversionBoosting und unterstützt Unternehmen seit mehr als 14 Jahren bei Webanalyse und Tracking. Er teilt Erkenntnisse hier, auf LinkedIn und auf YouTube.
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