Werbung in ChatGPT messen

Conversion-Tracking für OpenAI Ads (ChatGPT) einrichten

Seit Mitte 2026 kann in Deutschland auch bei ChatGPT Werbung gebucht werden. Auch für diese OpenAI Ads ist Conversion-Tracking sinnvoll, um den Erfolg der Anzeigen zu messen und Kampagnen steuern zu können.

Letzte Aktualisierung
09.09.2026

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Vorbereitungen und Voraussetzungen

Vor der Einrichtung des Conversion-Trackings für OpenAI Ads müssen einige Grundlagen geschaffen sein:

  • Ein aktives OpenAI Ads-Konto mit Admin-Rechten.
  • Ein eingerichteter Google Tag Manager (GTM) Web-Container (und idealerweise ein Server-Container für Server-Side Tagging).
  • Ein funktionierender DataLayer im E-Commerce-Shop (vorzugsweise im GA4-Format).
Julian Kleinknecht
Julian Kleinknecht

Über den Autor

Julian Kleinknecht ist Geschäftsführer bei ConversionBoosting und unterstützt Unternehmen seit mehr als 14 Jahren bei Webanalyse und Tracking. Er teilt Erkenntnisse hier, auf LinkedIn und auf YouTube.

Erster Schritt: Datenquelle und Conversions anlegen

Nachdem im OpenAI Ads Manager (unter dem Menüpunkt „Conversions“) eine sogenannte „Datenquelle“ angelegt wurde, können die gewünschten Conversions definiert werden.

Für Online-Shops empfiehlt es sich, die gängigen E-Commerce-Schritte abzubilden. In OpenAI Ads werden individuell benannte Ereignisse internen Basisereignissen (event_name) zugeordnet. Ein typisches Setup für einen Shop sieht wie folgt aus:

  • Product Viewed:contents_viewed
  • Add to Cart: items_added
  • Checkout Started: checkout_started
  • Sale: order_created

Basis-Code implementieren (per Google Tag Manager)

Wie bei den meisten Tracking-Tools wird zunächst ein Basis-Code (Einrichtungscode) benötigt.

Anschließend wird für jede Conversion ein spezifischer Event-Tag gefeuert.

  • OpenAI Ads Measurement Pixel (die offizielle Vorlage von OpenAI)
  • OpenAI Ads Pixel by Stape (die Vorlage des Anbieters stape.io)

Für die Implementierung empfiehlt sich die Nutzung des Google Tag Managers. In der GTM Community Template Gallery stehen dafür entsprechende Vorlagen zur Verfügung. Sucht man nach „OpenAI“, finden sich die zwei oben genannten Vorlagen:

Unsere Empfehlung

Es ist ratsam, die Tag-Vorlage von Stape zu verwenden. Diese ist technisch durchdachter als die offizielle Variante von OpenAI und macht die Implementierung weniger anfällig für Fehler.

Datenschutz (DSGVO), Nutzereinwilligung

Wie bei Meta Ads oder Google Ads erfordert auch das Tracking von OpenAI die explizite Zustimmung der Nutzer (Consent).

Das OpenAI Ads Tag muss in der Consent Management Plattform (CMP) als Marketing-Tag kategorisiert und mit den GTM-Triggern so verknüpft werden, dass es nur bei erteilter Einwilligung feuert.

Consent-Mode für OpenAI Ads

(Noch) nicht erforderlich ist aus Sicht von OpenAI die Einrichtung des Consent-Mode. Allerdings dürfte der bei vielen Websites ohnehin bereits implementiert sein.

Nutzerdaten bei Conversions übergeben (Advanced Matching)

OpenAI unterstützt die Übergabe von Nutzerdaten, analog zu den Erweiterten Conversions (Google Ads) oder dem Advanced Matching (Meta Ads), um die Zuordnungsrate zu verbessern.

Wichtig

E-Mail-Adressen und andere sensible IDs dürfen nicht im Klartext übergeben werden. Sie müssen zwingend als SHA256-Hash verschlüsselt werden. Vor dem Hashing sollten die Daten normalisiert werden (Kleinbuchstaben, Entfernen von Leerzeichen), da der Hash sonst vom System nicht erkannt wird.

Im GTM-Tag von Stape werden die Parameter unter den User Identifiers Parameters wie folgt mit den entsprechenden Variablen befüllt:

  • Email Address: {{cjs – sha256_email_address}}
  • City: {{cjs – address.city}}
  • ZIP Code: {{cjs – address.postal_code}}
  • Country: {{cjs – address.country}}
  • External ID SHA256 Hashed: {{cjs – external_id}}

E-Commerce-Parameter bei Conversions übergeben

Um den ROAS (Return on Ad Spend) berechnen zu können, ist der Umsatz der wichtigste Parameter. Bei der Konfiguration im Tag Manager sind folgende Felder relevant:

  • Currency (Required if Amount is used): z. B. {{DL – ecommerce.currency}}
  • Amount (in the currency’s regular unit): z. B. {{DL – ecommerce.value}}

Achtung, Stolperfalle: Das Feld nennt sich „Amount (in the currency’s regular unit)“, was bedeutet, dass der Wert regulär in Euro angegeben wird. Im zugrundeliegenden JavaScript-Code erwartet OpenAI den Wert jedoch in Cent. Verwendet man die Stape-Vorlage, wird dieser Euro-Wert glücklicherweise automatisch und korrekt in Cent übersetzt.

Produkte übergeben

Zusätzlich können die gekauften Produkte übergeben werden, um zu differenzieren, was genau gekauft wurde. Da OpenAI die Informationen in einem anderen JSON-Format erwartet als GA4, Google oder Meta, muss das typische E-Commerce-Array umgeschrieben werden.

Dafür erstellt man im GTM eine „Benutzerdefinierte JavaScript“-Variable (z. B. {{cjs - contents (OpenAI Ads)}}), die das GA4-Format übersetzt:

Hier der JS-Code zum kopieren:

function() {
  var items = {{DL - ecommerce.items}};
  return items.map(function(item) {
    return {
      id: item.item_id,
      name: item.item_name,
      content_type: 'product',
      quantity: item.quantity
    };
  });
}

Diese Variable wird dann im Event-Tag dem Parameter Contents zugewiesen.

Deduplizierung: Clientseitiges Feuern begrenzen

Ein natives Feld für eine Transaktions-ID, um Mehrfacherfassungen (Deduplizierung) auf Client-Ebene zu vermeiden, gibt es im OpenAI-Tag bisher nicht.

Um zu verhindern, dass bei einem Neuladen der Bestellbestätigungsseite die Conversion doppelt gezählt wird, muss das Tag in den erweiterten Einstellungen zwingend begrenzt werden. Unter Advanced Settings -> Tag firing options wählt man die Einstellung „Once per page“ (Einmal pro Seite).

Server Side Tagging für OpenAI Ads

Um Datenverluste durch AdBlocker oder Browser-Restriktionen (ITP) zu minimieren, unterstützt OpenAI auch Server Side Tagging (SST). Die Logik orientiert sich stark an Meta Ads:

Man sendet zusätzlich im Server-Container die gleiche Conversion wie im Client-GTM. Schlägt eine Conversion im Web-Container fehl, wird sie dennoch über den Server gemessen. Für den Server-Container empfiehlt sich ebenfalls die Tag-Vorlage „OpenAI Ads Conversions API by Stape“.

Um Conversions, die sowohl vom Client als auch vom Server erfolgreich gesendet werden, zu deduplizieren, wird eine Event-ID benötigt. Dazu hinterlegt man in beiden Containern (unter den Server Side Tracking Settings) im Feld Event ID die Variable {{Unique Event ID}}.

OpenAI Ads Debugging per “Ereignisstream”

Zur Qualitätskontrolle bietet der OpenAI Ads Manager eine sehr praktische Debug-Ansicht im Reiter „Ereignisstream“. Hier lassen sich die zuletzt gemessenen Conversions in Echtzeit filtern (z. B. nach „order_created“).

Man kann direkt prüfen, ob die Events korrekt ankommen. Wichtige Spalten sind hier:

  • API-Kanal: Zeigt an, über welchen Weg das Event reinkam (z. B. pixel_sdk für clientseitiges Tracking).
  • Ereignisdaten (JSON): Hier lässt sich kontrollieren, ob die Parameter korrekt übergeben wurden. Bei der Kontrolle des Umsatzes ist darauf zu achten, dass dieser hier in Cent dargestellt wird. Ein Wert von {"amount":11980} bedeutet, dass erfolgreich 119,80 € gemessen wurden.
Julian Kleinknecht
Julian Kleinknecht

Über den Autor

Julian Kleinknecht ist Geschäftsführer bei ConversionBoosting und unterstützt Unternehmen seit mehr als 14 Jahren bei Webanalyse und Tracking. Er teilt Erkenntnisse hier, auf LinkedIn und auf YouTube.

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