Checkliste

Emotionale Optimierung

Emotionen spielen bei allen menschlichen Entscheidungen eine große Rolle – auch für das Verhalten auf Websites.

Unsere Checkliste zeigt Ihnen, wie Sie davon bei der Optimierung Ihrer Website profitieren können und hilft dabei, emotionale Effekte zur Steigerung der Conversion Rate einzusetzen.

1. Einleitung

Diese Checkliste basiert auf unserem Praxisguide „Emotionale Optimierung“. Alle hier aufgeführten psychologischen Effekte werden in ihm auf über 40 Seiten ausführlich erläutert und beschrieben, wie Sie diese zur Optimierung Ihrer Website einsetzen können.

2. Allgemein

Haben Sie negative Elemente identifiziert und eliminiert?

Haben Sie positive Elemente identifiziert? Haben Sie weitere positive Elemente hinzugefügt?

Wie groß ist das Verhältnis von positiven zu negativen Elementen?

Ruft Ihre (Bild-)Sprache positive Emotionen im Besucher hervor?

3. Primacy-Effekt – Der erste Eindruck zählt

Enthalten Aufzählungen wichtige Informationen zu Beginn (Primacy-Effekt) und am Ende (Rezenz-Effekt)?

Beziehen Sie sich im Warenkorb oder Checkout-Prozess wieder auf positive Elemente der Einstiegsseite des Besuchers?

Kennen Sie die psychologische Bedeutung von Farben und Formen und nutzen diese, um den ersten Eindruck zu formen?

3. Message-Match-Effekt – kommunizieren Sie Ihre Message gezielt und emotional

Entsprechen die primäre Überschrift und das primäre Motiv den Erwartungen Ihrer Nutzer?

Stimmt die Überschrift der Einstiegsseite mit Ihrem Werbetext (zumindest teilweise) überein?

Sticht die Überschrift deutlich als solche heraus? Ist sie gut lesbar?

Verwenden Sie häufig auftretende Wörter?

Verwenden Sie kurze Wörter (weniger als drei Silben)?

Erkennt der Besucher aus der Überschrift, was genau er erhält?

Sprechen Sie Ihre Besucher persönlich an bzw. ziehen Sie ihn in die Ansprache mit ein?

Ist ihr Bildmotiv leicht zu verarbeiten? (Detailarm, kontrastarm, eher schematisch, einfacher Figur/Grund, soziale Reize, evolutionär relevante Reize)

4. BILD-Effekt – große Schrift wirkt

Verwenden Sie große Schriftarten (größer 14pt), vor allem in Überschriften, um die emotionale Wirkung der Worte zu erhöhen?

Heben Sie relevante Begriffe grafisch hervor (größer, fett, unterstrichen, kursiv, farblich, gestalterisch)?

5. Das Gehirn erkennt Gesichter und deren Emotionen sehr effektiv

Nutzen Sie soziale Reize, wie Menschen und Gesichter, auf Ihrer Webseite?

Zeigen Sie Gesichter nicht nur zum Selbstzweck, sondern binden Sie in Ihre Message mit ein?

Verwenden Sie Gesichter, die Emotionen authentisch darstellen statt ausdrucksloser neutraler Gesichter?

Sind die emotionalen Gesichtsausdrücke effektiv darin, Emotionen beim Besucher hervorzurufen?

Verfügen Sie über Daten, wie sympathisch die Personen auf ihre Besucher wirken? (Umfragen, A/B-Tests, Emotions- oder Aufmerksamkeitsanalysen)

Arbeiten Sie mit Gesichtern auch auf anderen Sektionen wie Produktdetailseiten oder dem Warenkorb?

6. Gesichter ziehen alle Aufmerksamkeit auf sich

Prüfen Sie, ob Gesichter die Aufmerksamkeit nicht von wesentlichen Informationen ablenken.

Haben Sie wesentliche Informationen in der Nähe von Gesichtern platziert?

Nutzen Sie ein Maskottchen oder schemenhafte Gesichtsausdrücke in Logo- oder Symbolsprache?

7. Gaze Cueing – Gesichter lenken Blicke auf Ihr Angebot!

Ist die Blickrichtung der Modelle auf wesentliche Informationen bzw. den Call-to-Action gerichtet?

Ist der Blickverlauf von links nach rechts gerichtet und damit angenehm für den Besucher?

Haben Sie das Gesicht eher im linken visuellen Gesichtsfeld platziert?

Können Sie negative Informationen, wie den Preis, lange Lieferzeiten oder komplexe technische Details, außerhalb des Blickverlaufs „verstecken“?

8. Lösungen anbieten oder Probleme aufzeigen?

Überprüfen Sie: Zeigen Bildmotive auf Ihrer Website positive Endzustände oder negative Ist-Zustände?

Überprüfen Sie: Beschreibt Ihr Wording den aktuellen (negativen) Ist-Zustand oder ist es positiv formuliert?

Motivieren Sie Ihre Besucher auf späteren Informationsseiten, wie sie mithilfe Ihres Angebots den unangenehmen Ist-Zustand überwinden können?

Falls Sie Besucher über die Beseitigung negativer Ist-Zustände motivieren möchten:

Haben Sie mithilfe eines A/B-Tests überprüft, ob für Sie ein negativer Appell besser funktioniert als ein positiver?

Ist der Call-To-Action positiv formuliert, leicht aufzufinden und klickbar?

Belohnen Sie Besucher mit einer positiv formulierten Message oder einem Motiv des angenehmen Soll-Zustands nach dem Klick auf den Call-To-Action?

9. Fokus-Effekt

Haben Sie sich zu jedem Element Ihrer Webseite gefragt, ob es wirklich nötig ist, damit der Besucher klickt?

Ist Ihre Website nicht mit Text „überfrachtet“?

Haben Sie Stichwort-Listen auf maximal vier Informationen gekürzt?

Wiederholen Sie nicht dieselben Vorteile, sondern präsentieren Sie sie einmal prominent und überzeugend?

Sind Ihre Vorteile kurz, präzise und verständlich herausgearbeitet (keine langen Sätze)?

Haben Sie sich auf die von Ihren Wettbewerbern abgrenzenden Faktoren beschränkt, um die Liste kurz zu halten?

10. Affective Fluency

Ist die Schriftgröße adäquat lesbar, mit genügend Abstand zwischen den Zeilen und Buchstaben und frei von Serifen?

Sind Bilder groß genug?

Verfügen Schrift und Bild über einen ausreichenden Kontrast zum Hintergrund?

Sind ihre Sätze möglichst einfach formuliert? Wo lassen sie sich noch simplifizieren?

Schreiben Sie so wie Sie sprechen?

Nutzen Sie Bilder oder Symbole zur Unterstützung?

11. Vertrauen erzeugen

Nutzen Sie bekannte Testsiegel, um positive Gefühle beim Besucher zu erzeugen?

Nutzen Sie eigene oder unbekannte Testsiegel mit Bedacht und eher sparsam?

12. Recency-Effekt

Haben Sie angenehme Elemente (zum Beispiel einen auflockernden Satz) oder Sicherheitselemente in der Nähe des Call-to-Actions platziert?

Welches Element Ihrer Webseite erzeugt eine positive Atmosphäre oder positive Emotionen? Verläuft der Blick von dort auf den Call-to-Action oder das Formular?

Haben Sie versucht, Links zu „Datenschutz“ oder zur „AGB“ statt in der Nähe des Call-To-Actions an anderer Stelle zu platzieren?

Verwenden Sie Echtzeit-Validierung?

13. IKEA-Effekt

Ist es leicht für den Besucher eine Aktion auszuführen?

Weist Ihre Landing Page prominente Interaktionsmöglichkeiten auf?

Können Besucher Produkte personalisieren?

Hat der Besucher Möglichkeiten anzugeben, warum er seine Handlung gewählt hat (zum Beispiel per Feedback-Bogen)?

Diese Checkliste basiert auf dem ausführlichen Praxisguide „Emotionale Optmierung“.

Passend zu diesem Thema

ConversionBoosting