Wo bin ich denn da gelandet?

5 Regeln für gute Landingpages

Eine gute Landingpage sollte das erste sein, was jemand nach einem Klick auf eine Textanzeige in einer Suchmaschine sieht. Aber was heißt „gut“ hier eigentlich? Fünf Tipps in diesem Blogartikel verraten mehr darüber: Erwartungen erfüllen, gelungene Überschriften, prominente Call-to-Actions, Vertrauenswürdigkeit, einfaches Design – und mehr.

Stellen Sie sich einen Fluggast vor, der in einen Flieger Richtung Paris steigt und in London landet. London ist eine schöne Stadt und Paris ist vielleicht nicht unbedingt schöner. Aber wenn unser Fluggast nach Paris wollte und in London landet, fühlt er sich möglicherweise irgendwie betrogen. Seine Erwartungen waren klar formuliert und wurden enttäuscht… auch, wenn London wirklich ganz schön ist. Er wollte nach Paris! PARIS.

Wir sollten jetzt den Bogen zu Landingpages schlagen. Ist das schwierig? Nein, ist es nicht. Nehmen wir jenen Flieger: Er steht hier symbolisch für eine kleine Textwerbung, die ein Google-Nutzer gezeigt bekommt, nachdem er „Städtereise Paris“ ins Eingabefeld geschrieben hat. Der Flughafen in London ist dann die Landingpage, die der Kunde nach einem Klick auf die Textanzeige erreicht: eine in diesem Fall schlechte Landingpage, weil sie als Landeplatz nicht die Erwartungen des potenziellen Kunden erfüllt.

OK, zugegeben: Es kommt im Alltag des Internets eher selten vor, dass jemand auf eine Textanzeige für eine Städtereise nach Paris klickt und auf einer Landingpage landet, die (nur) das Reiseziel London bewirbt. Allerdings kommt es bisweilen beispielsweise vor, dass er auf der allgemeinen Städtereisen-Seite des werbenden Anbieters landet und wenn der gerade prominent einen London-Trip präsentiert, sind wir fast schon bei unserem Beispiel mit dem Flieger nach Paris und dem Flughafen in London. Der Landingpage-Besucher fühlt sich, als sei er an einem Ort angekommen, an dem er eigentlich gar nicht ankommen wollte.

Die Landingpages ist wie ein Flughafen

Bleiben wir vielleicht noch ein bisschen beim Bild des Flughafens. Der Fluggast wollte nach Paris und ist auch tatsächlich am Pariser Flughafen angekommen. Was erwartet er? Er erwartet Orientierung. Er möchte wissen, wo der Ausgang ist, weil er ja noch gar nicht an seinem wirklichen Ziel angekommen ist. Er möchte schließlich nicht zum Pariser Flughafen. Er möchte nach Paris. In die Innenstadt.

In solchen Dingen ähnelt die Landingpage dem Flughafen, wobei wir statt „Ausgang“ hier das Wort „Call to Action“ setzen. In anderen Fällen wird das Bild der Landingpage als Flughafen sicherlich unpassend. Aber es macht gut deutlich, was die Landingpage eigentlich ist: eine Durchgangsstation. Der potenzielle Kunde kommt an und hat (bestenfalls) das Gefühl, am richtigen Ort angekommen zu sein. Er orientiert sich und dann verlässt er die Landingpage auf dem Weg zum eigentlichen Ziel (dem netten kleinen Pariser Hotel).

Damit das bei einer Landingpage auch alles schön funktioniert, haben wir hier fünf elementare Regeln für Sie.

Regel 1: Versetzen Sie sich in Ihren potenziellen Kunden

Gibt jemand auf Google beispielsweise das Suchwort „iPhone5“ ein, dann sucht er a) eine Fritteuse, b) ein Netz-T-Shirt, c) einen Rasenmäher, d) ein iPhone 5? Das ist banal. Wissen wir. Jeder kennt die Antwort. Und dennoch wirkt manche Landingpage so, als passe sie nur sehr bedingt zur Suchanfrage, die den Besucher zum Klicken auf die kleine Textanzeige gebracht hat. Hat er beispielsweise nach dem iPhone5 gesucht, interessiert ihn das iPhone 5 und er erwartet auf der Landingpage… richtig: das iPhone 5. Sofort.

Er erwartet in der Regel KEINE ausführlichen Informationen über Ihr tolles Unternehmen mit zahlreichen Smartphones im Sortiment, zu dem auch das iPhone 5 gehört. Und wenn er eine Städtereise nach Rom sucht, möchte er nicht auf einer allgemeinen Seite über Städtereisen landen. Er möchte etwas über eine Städtereise nach Rom erfahren. Sofort. Ohne Umwege. Das bedeutet: Bringen Sie Dinge auf den Punkt. Bedienen Sie die Interessen der Kunden.

Regel 2: Ihr Call to Action (CtA) sollte ein Prominenter sein

Die beste Landingpage taugt nichts ohne CtA. Nur der CtA führt dazu, dass der Besucher machen kann, was er aus Sicht des Landingpage-Betreibers machen soll: Er soll wieder verschwinden, indem er bestellt, kauft und/oder bucht. Letztlich hat der CtA dabei mehrere Aufgaben: Er macht eine Conversion überhaupt erst möglich. Zugleich soll er potenziellen Kunden möglichst einen weiteren und vielleicht den entscheidenden Impuls zur Bestellung geben. Damit das gelingt, darf der CtA keine graue Maus sein. Er muss auffallen und sollte sich an gut sichtbarer Stelle auf der Landingpage befinden. Zudem sollte die Aufschrift auf dem Button geeignet sein, Besuchern den bereits erwähnten Impuls zu geben. Experimentieren Sie daher mit verschiedenen CtA Varianten, um die beste zu finden.

Regel 3: Sorgen Sie für eine gelungene Überschrift

Neben dem CtA gehört die Überschrift zu den prominenten Elementen einer Landingpage. Alleine durch ihre Größe ragt sie im Vergleich zu Fließtext oder Angaben zu Produktvorteilen in Stichwörtern heraus. Die Überschrift fällt Besuchern als eine der ersten Elemente der Landingpage ins Auge. Das wiederum bedeutet, dass sie mitentscheidend bei der Frage ist, ob der potenzielle Kunde in den ersten Sekunden seines Besuchs auf der Landingpage bleibt oder nicht. Wenn etwa „Berge & Meer“ auf der Landingpage für Städtereisen nach Rom „Rom. Zeitreise in der Ewigen Stadt.“ verspricht, kann das eine passende Überschrift sein. Ihnen fallen für Ihr Angebot bestimmt mindestens ebenso gute ein.

Regel 4: Entscheiden Sie sich für ein klares, einfaches Design

Die wichtigste Aufgabe eines Designers bei Landingpages? Bisweilen heißt sie „rausschmeißen“. Er hat ein Design entworfen und sollte vielleicht dafür sorgen, dass es abspeckt. Es passiert so schnell, dass man Elemente ins Design integriert, die irgendwie nett aussehen, aber nicht wirklich dem Ziel der Landingpage dienen. Stattdessen lenken sie ab und das… ist schlecht. Beurteilen Sie Designelemente deshalb kritisch und fragen Sie bei jedem Element, welchen Zweck es im Design der Landingpage erfüllt. Wenn Ihnen nicht in kurzer Zeit eine schlüssige Antwort auf diese Frage einfällt, schmeißen Sie das Designelement raus.

Regel 5: Wenn Sie gut sind, zeigen Sie es!

Viele Kunden sind begeistert von Ihren Produkten oder Dienstleistungen? Das beworbene Produkt hat erste Plätze in Tests errungen oder wurde in den Medien sehr lobend erwähnt? Dann machen Sie auf Ihrer Landingpage darauf aufmerksam. All das sind Trust-Elemente, die potenzielle Kunden von Ihnen und/oder Ihrem Angebot überzeugen. Verzichten Sie nicht auf derartige Elemente.

Der Autor

Jörg Dennis Krüger - CEO ConversionBoosting GmbH

Jörg Dennis Krüger
CEO ConversionBoosting GmbH

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Jörg Dennis Krüger ist einer der Pioniere der Conversion-Optimierung in Deutschland und Autor des Bestseller-Buches "Conversion Boosting mit Website Testing". Bevor er das Unternehmen ConversionBoosting gründete, war er u.a. Leiter der Abteilung "Conversion Optimierung" beim Performance-Marketing-Netzwerk QUISMA, Abteilungsleiter Websites beim Autovermieter Sixt und Abteilungsleiter Performance-Marketing beim Freizeitmarktplatz Regiondo.

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