Für und Wider

Eignet sich Google Analytics für die InPage-Analyse?

Google Analytics können Sie auch als InPage-Analyse-Instrument nutzen. Bei einer aktivierten erweiterten Linkzuordnung können Sie beispielsweise die Anzahl der Klicks auf Links, Filter und Teaser zu messen. Dieser Artikel nennt einige Beispiele, wie sich das für Analysen nutzen lässt. Außerdem zeigt er, wo die Grenzen der InPage-Analyse mit Google Analytics liegen.

Eignet sich Google Analytics für die InPage-Analyse? Prinzipiell: ja. Aber damit würden wir es uns zu einfach machen. Tatsächlich können Sie in der Google-Analytics-Version schon einiges anfangen. Natürlich müssen Sie die InPage-Analyse-Funktion zunächst implementieren und aktivieren. Wie das funktioniert, erklärt Julian Kleinknecht, Chief Research Officer von ConversionBoosting, im Praxisguide „Google Analytics: InPage-Analyse einrichten und einsetzen“.

Der Praxisguide zeigt Möglichkeiten und Grenzen der InPage-Analyse mit Google Analytics. In diesem Artikel beschränken wir uns darauf, wie

  • InPage-Analysen mit Google Analytics zu Testideen führen
  • warum Google Analytics dennoch keine InPage-Analyse-Software ersetzt

Mögliche InPage-Analysen mit Google Analytics

Mit der InPage-Analyse von Google Analytics können Sie einige Stärken und Schwächen Ihrer Websites erkennen. Damit schaffen Sie die Basis, um die Schwächen zu beseitigen. Analysiert werden bei der erweiterten Linkzuordnung von Google Analytics nicht allein Klicks auf klassische HTML-Links, sondern beispielsweise auch Klicks auf Buttons, die eine JavaScript-Funktion auslösen. Beispiel: Klick auf einen Bestellbutton zeigt Layer mit Inhalt des Warenkorbs.

Analysieren können Sie mit Google Analytics beispielsweise die Navigation, um häufig und selten geklickte Menüpunkte zu identifizieren. Sie können auch analysieren, welche Teaser eines Content-Sliders die meisten Klicks bringen, wie oft Besucher welche Filter nutzen, wie oft sie welche Produktempfehlungen anklicken und welche externen Links besonders beliebt waren. All das ist mit Google Analytics möglich.

Google Analytics liefert häufig gute Testideen

Mit diesen Möglichkeiten kann die Google Analytics InPage-Analyse gute Ideen für A/B- und multivariate Tests liefert. Beispiele:

  • Sie sehen, welche Teaser in einem Content-Slider erfolgreich sind. So können Sie herausfinden, was erfolgreiche Teaser gemeinsam haben. Darauf aufbauend können Sie A/B-Tests entwickeln.
  • Sie analysieren, wie häufig Besucher auf Produktempfehlungen klicken. Möglicherweise erfahren Sie dabei, dass sie es eher selten tun. Dann könnten Sie prüfen, ob die Produktempfehlungen häufiger angeklickt werden, wenn Sie sie anders platzieren.
  • Sie testen die Filter der Kategorie- und/oder Produktdetailseiten Ihres Onlineshops, um herauszufinden, wie oft Besucher welche Filter nutzen. Darauf aufbauend könnten Sie die Filter neu platzieren oder tauschen. So machen Sie Ihre Seite benutzerfreundlicher

Es gibt zahlreiche weitere Beispiele, warum Google Analytics eine wichtige Vorstufe zum planvollen Testing sein kann. Eines noch: Sie sollten bei Ihren Analysen keinesfalls immer die Gesamtheit der Website-Besucher im Auge haben. Die interessantesten Erkenntnisse ergeben sich oft beim Blick auf Segmente!

Segmentieren, bitte!

Auch bei der InPage-Analyse mit Google Analytics ist Segmentierung oft sinnvoll. Eventuell sind für Besucher, die über natürliche Google-Suchergebnisse gekommen sind, andere Menüpunkte wichtig als für die, die auf eine Anzeige geklickt haben. So etwas findet man nur beim Blick auf Segmente heraus. Wer es herausgefunden hat, kann die unterschiedlichen Bedürfnisse verschiedener Besuchergruppen besser bedienen und so seinen Erfolg steigern.

Bei Teasern in Content-Slidern und bei anderen Analysen kann eine Segmentierung ebenfalls sinnvoll sein, zum Beispiel um

  • sich auf Strategien für Neukunden zu konzentrieren, oder
  • um zu sehen, welche Elemente bei denjenigen Besuchern beliebt waren, die am Ende auch etwas gekauft haben

Reden wir über die Grenzen

InPage-Analysen mit Google Analytics sind praktisch, wenn man Google Analytics ohnehin nutzt. Aber: Eigenständige InPage-Analyse-Software bietet deutlich mehr Funktionen und Analyse-Möglichkeiten.

So zeigen etwa Klick-Heatmaps von InPage-Analyse-Software auch, wohin viele Besucher geklickt haben – OHNE dass es dort etwas zu klicken gegeben hätte. Man sieht also, wo missverständliche Elemente stecken, die Frustration erzeugen und Absprünge provozieren können. Das bietet die InPage-Analyse mit Google Analytics NICHT. Darüber hinaus integrieren viele InPage-Analyse-Programme Möglichkeiten wie Formularanalysen und Session-Wiedergaben, durch die Sie weitere Erkenntnisse gewinnen.

Fazit: Die InPage-Analyse von Google Analytics kann gute Ideen liefern. Sie bietet aber längst nicht alle Möglichkeiten von InPage-Analysen.

Mitglieder der ConversionBoosting-Community können den Praxisguide „Google Analytics: InPage-Analyse einrichten und einsetzen“ herunterladen.

Der Autor

Julian Kleinknecht - CRO ConversionBoosting GmbH

Julian Kleinknecht
CRO ConversionBoosting GmbH

Mehr Informationen

Julian Kleinknecht ist CRO (Chief Research Officer) von ConversionBoosting und verantwortet alle Research-Inhalte. Er hat zwei Master-Abschlüsse der University of St Andrews (UK) und der LMU München sowie viele Jahre Erfahrung in den Bereichen Web-Analyse und Website-Testing.

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