Personalisierung

5 Tipps für erfolgreiches Geo-Targeting

Jeder Besucher eines Onlineshops, einer Landingpage oder einer Website ist verschieden. Eine individuelle Darstellung für jeden Besucher wäre also optimal, um jeden richtig ansprechen und abholen zu können. Eine von vielen Möglichkeiten dazu ist das Geo-Targeting – die Personalisierung basierend auf dem Standort des Besuchers. Wir erläutern, wie dieses technisch funktioniert und stellen fünf praktische Möglichkeiten vor, die Sie sofort umsetzen können.

Personalisierung und Targeting

Im der Online-Werbung gibt es nur noch sehr wenige Kampagnen, die nicht auf die eine oder andere Weise auf eine bestimmte Region, ein bestimmtes Umfeld oder Zielgruppe ausgerichtet ist. Google AdWords war hier ein starker Vorreiter mit seinen sehr ausführlichen Möglichkeiten zum Aussteuern der Anzeigen. Unter anderem läßt sich in dessen Oberfläche sehr einfach festlegen, in welchen Regionen, Städten oder sogar Postleitzahlbereichen die Anzeigen angezeigt werden sollen.

Nicht nur Werbeanzeigen, sondern auch die dahinterliegenden Website sollten dann natürlich auf den Standort des Besuchers angepasst werden. Dies ist zeitaufwendiger und kostenintensiver als das Targeting von Anzeigen. Eine auf die jeweilige Besuchergruppe zugeschnittene Seite stellt jedoch auch eines der besten Instrumente zur Conversion-Optimierung dar.

Wie funktioniert es technisch?

Auf Desktop-Geräten ist die IP-Adresse das am häufigsten eingesetzte Kriterium, um den Standort eines Besuchers zu erkennen. Diese Information lässt sich sehr einfach auslesen und anhand von Teilen der IP-Adresse kann zumindest die Stadt des Besuchers ermittelt werden.

Eine andere sehr viel präzisere Möglichkeit stellt die getCurrentPosition()-Funktion der HTML5-Spezifikation dar. Es muss jedoch explizit die Erlaubnis der Besucher eingeholt werden bevor der Standort ermittelt werden darf. Der Browser zeigt dazu dem Besucher eine Meldung („Diese Website möchte Ihren Standort erfahren. Zulassen?“) und bittet den Besucher um Zustimmung. Deshalb ist das Einsatzgebiet dieses Ansatzes begrenzt. W3schools bietet hier ein interaktives Beispiel dafür an.

Auf mobilen Geräten bietet sich natürlich die Verwendung des GPS-Signals an. Falls dieses nicht verfügbar ist, kann auch das Telefonsignals und die verwendeten Funkmasten oder auch das verwendete WLAN-Netzwerk zum Bestimmen des Standortes verwendet werden.

Im einfachsten Fall hat der Besucher seinen Standort bzw. seine Heimatstadt sogar selbst angegeben – beispielsweise durch einen Suchbegriff („Frisör in Berlin“) oder durch das Ausfüllen eines Profils.

Beispiele für hilfreiches Geo-Targeting

1. Hinweis auf Liefergebiete

Falls nicht sofort klar ist, in welche Länder ein Onlineshop liefert, sollte darauf abhängig vom Standort des Besuchers hingewiesen werden. Home24 könnte beispielsweise folgenden Hinweis für Besucher aus der Schweiz auf der ersten Seite eines Besuches einfügen.

Auf Produktdetailseiten könnte wiederum die zu erwartende Lieferungzeit in der entsprechende Land angegeben werden.

2. Abstimmung auf lokale Werbekampagnen

Viele Unternehmen mit regionalen Unterschieden (wie Kabelbetreiber oder Sparkassen) fahren in unterschiedlichen Märkten verschiedene Werbekampagnen – sowohl online als auch offline. Stimmen Sie Landingpages auf diese Kampagnen ab und integrieren Sie beispielsweise die gleichen Slogans und Bilderwelten auf der Landingpage wie in der lokalen Werbekampagne.

3. Lokalisierung von Kundenstimmen

Um Vertrauen bei Besuchern zu erwecken, werden gerne Testimonials eingesetzt. Falls Sie über Kundenstimmen aus allen von Ihnen belieferten Ländern und Regionen besitzen, zeigen Sie Besuchern diese aus der Umgebung der Besucher an. Auf diese Weise signalisieren Sie, dass es zum Beispiel auch für Lieferungen außerhalb Deutschlands zu keinen Problemen kam.

4. Unterschiedliche Vorteile

In unterschiedlichen Märkten kann es hilfreich sein unterschiedliche Vorteile und USPs Ihres Shops oder Produkts anzupreisen. In Märkten mit geringer Markenbekanntheit sollten Sie beispielsweise mehr als in anderen Märkten versuchen das Vertrauen der Versucher zu erhalten.

5. Filialfinder

Falls Sie einen Filialfinder für Ihre nächstes Ladengeschäft, Filiale oder Geldautomat anbieten, zeigen Sie Besuchern direkt die nächste Filiale an. Dies erspart ihnen das lästige Eintippen der Adresse oder Postleitzahl.

Der nächste Schritt: Targeting und Testen

Das Ausspielen verschiedener Inhalte ist ein Schritt in die richtige Richtung. Erst die Kombination Testen und Targeting führt jedoch zu den besten Ergebnissen. Falls Sie beispielsweise in verschiedenen Märkten tatsächlich verschiedene Vorteile anpreisen möchten, sollten Sie die Hypothese überprüfen, ob dieses Targeting in der Tat einen positiven Einfluss auf Ihre Verkäufe hat.

Der Autor

Julian Kleinknecht - CRO ConversionBoosting GmbH

Julian Kleinknecht
CRO ConversionBoosting GmbH

Mehr Informationen

Julian Kleinknecht ist CRO (Chief Research Officer) von ConversionBoosting und verantwortet alle Research-Inhalte. Er hat zwei Master-Abschlüsse der University of St Andrews (UK) und der LMU München sowie viele Jahre Erfahrung in den Bereichen Web-Analyse und Website-Testing. Er lebt in New York, USA.

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