Früher war Suchmaschinenoptimierung einfach...

SEO-Content: 10 Dinge, die ein perfekter Webtext unbedingt benötigt

Es gab eine Zeit, da schien Suchmaschinenoptimierung wesentlich einfacher als heute. Mit den richtigen Keywords im Text und einem geschickten Linkaufbau konnte, wer sich auskannte, das Ranking einer Website entscheidend beeinflussen. Inzwischen ist das anders: Viele der klassischen SEO-Methoden funktionieren nicht mehr. Schon lange straft Google sogenanntes Keyword Stuffing ab. Auch wirkungsvolles Linkbuilding wird immer schwieriger.

Um dem Nutzer möglichst passende Suchergebnisse anzuzeigen, aktualisiert Google laufend den Suchalgorithmus. Durch die regelmäßigen Updates und die zunehmende Datenmenge, über die Google verfügt, versteht die Suchmaschine immer besser, wonach der Nutzer genau sucht – und wie er sich auf einer Website verhält.

Anhand von User-Signalen wie Verweildauer, Klickrate und Absprungrate kann Google immer präziser erkennen, wie relevant die Inhalte auf einer Seite für den User sind. Websites, die dem User guten Content mit echtem Mehrwert bieten, zeigt die Suchmaschine bevorzugt in den Suchergebnissen an.

Besseres Ranking durch hochwertigen Content

Das bedeutet: Wer ein gutes Ranking in Suchmaschinen erzielen will, muss dem Nutzer hochwertige, relevante Inhalte bieten, die unterhalten, informieren und weiterhelfen.

Guter Content hat zwei weitere entscheidende Vorteile: Er dringt in der täglichen Informationsflut viel leichter zu den viel beschäftigten Nutzern durch – und hebt sich positiv von platten Werbebotschaften und minderwertigen Inhalten im Netz ab.

Kein Wunder, dass viele Unternehmen die hohe Bedeutung von Content erkannt haben und der Anteil von Content-Marketing am Kommunikationsbudget steigt. Doch regelmäßig relevante Inhalte zu produzieren zählt Studien zufolge zu den größten Herausforderungen für Unternehmen.

Wie schafft man es also, dem Leser fesselnde Inhalte mit Mehrwert zu bieten? Und wie baut man wirklich hochwertigen SEO-Content auf?

Die Strategie

Hinter erfolgreichem Content-Marketing steckt immer eine durchdachte Strategie. Laut einer Studie der PR-Agentur Waggener Edstrom konnten 61 Prozent der Unternehmen einen Anstieg ihrer Verkaufszahlen feststellen, nachdem sie eine Content-Marketing-Strategie implementiert hatten.

Eine Content-Strategie schließt die strategische Planung, Erstellung und Veröffentlichung von Inhalten ein. Um eine Content-Strategie zu entwickeln, machen Sie sich zunächst Ihre kommunikativen Ziele klar. Was wollen Sie mit dem Content erreichen? Um Ihre Ziele zu konkretisieren, sollten Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Welche Inhalte
  • werden für meine Zielgruppe
  • in welcher Form
  • wie oft benötigt
  • und welche Botschaft soll der Content transportieren?

Arbeiten Sie mit einem Redaktionsplan, um die zeitliche Veröffentlichungsfrequenz zu planen. Einige Vorlagen finden Sie hier. Bedenken Sie: Unternehmen, die ihre Content-Marketing-Strategie dokumentieren und ihr folgen, sind nachweislich erfolgreicher im Content-Marketing.

Das Thema

Was bewegt Ihre Zielgruppe? Was ist für sie nützlich und besonders? Eine sorgfältige Keyword-Recherche liefert Anhaltspunkte, wonach Ihre Zielgruppe häufig sucht. Mit dem Google Keyword-Planer lassen sich Suchanfragen aufdecken, die Sie zu guten Content-Ideen inspirieren können.

Mit Tools wie Buzzsumo können Sie außerdem analysieren, welche Inhalte zu Ihren Themen und Produkten besonders häufig im Social Web geteilt werden. Natürlich lohnt es sich auch, in der Fachpresse zu recherchieren und die Diskussionen in themenbezogenen Foren und Communitys auszuwerten. So finden Sie schnell heraus, was für Ihre Zielgruppe relevant und interessant ist.

Kommen wir nun zum Kernstück Ihrer Content-Strategie: dem eigentlichen Text.

Der Text

Egal ob Blogartikel, Produktbeschreibung oder Ratgebertext: Gute Webtexte haben viele Gemeinsamkeiten: 1. Einzigartigkeit: Gleiche Inhalte auf verschiedenen Websites sieht Google nicht gerne. Inhalte im Netz müssen einzigartig sein (Unique Content). Da auch sehr ähnliche Inhalte als Duplicate Content gewertet werden können, ist es wichtig, dass Ihr Text ein Original ist – und keine Passagen aus anderen Quellen enthält.

2. Fehlerfreiheit: Eine korrekte Schreibweise ist ein Qualitätsmerkmal. Mangelhafte Rechtschreibung und Grammatik auf einer Website signalisieren dagegen wenig Seriosität und können dazu führen, dass der Leser nicht zurückkehrt. Das macht fehlerfreie Texte zu einem indirekten Rankingfaktor. Daher sollten Ihre Texte stets eine korrekte Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung aufweisen.

3. Zielgruppenrelevanz: Sprache und Inhalte jedes Textes müssen an der jeweiligen Zielgruppe ausgerichtet sein. Der Text muss für die jeweilige Zielgruppe relevant sein und für sie nützliche Informationen bieten.

4. Gute Gliederung: Je nach Gattung sind Texte unterschiedlich aufgebaut. Der Aufbau sollte immer logisch durchdacht sein. Viele Textarten folgen dem Schema: Einleitung, Hauptteil, Ergebnis. Ein spannender Einstieg (z. B. Szene, These, Zitat) zieht den Leser in den Text. Die Einleitung verdeutlicht, worum es in dem Text geht. Der Hauptteil behandelt die verschiedenen Aspekte des Themas umfassend. Hier gilt: nicht mehr als ein Gedanke pro Absatz. Als Abschluss sollte der Text zu einem Ergebnis kommen – etwa indem der Autor die These vom Anfang nochmals aufgreift oder die Quintessenz als Fazit zusammenfasst.

5. Übersichtlicher Aufbau: Das Leseverhalten im Netz unterscheidet sich von dem in Offline-Medien. Anstatt einen Text in Ruhe zu lesen, scannen Nutzer Inhalte im Web nach optischen Ankerpunkten. Absätze und Zwischenüberschriften bieten dem Auge Einstiegsmöglichkeiten und machen einen Text übersichtlicher. Auch Bulletpoints und Fettungen lockern optisch auf und machen Webtexte besser lesbar.

6. Ansprechender Stil und guter Ausdruck: Je nach Zielgruppe ist ein anderer Sprachstil angebracht, etwa gehoben-seriös oder jugendlich locker. Einige Regeln gelten aber für alle guten Texte:

  • mehr Aktiv als Passiv
  • keine Häufung von Substantiven (Nominalstil)
  • kurze Sätze sind besser als lange

7. Klarheit und Verständlichkeit: Der beste Text nutzt nichts, wenn der Leser ihn nicht versteht. Verzichten Sie also möglichst auf Behördensprache, komplizierte Fachbegriffe und Fremdwörter. Vermeiden Sie verschachtelte Satzkonstruktionen.

8. Gute Aufbereitung: Das Web bietet viele Möglichkeiten, Content multimedial und interaktiv aufzubereiten. Treffende Bilder, passende Infografiken und Videos unterstützen die inhaltliche Aussage eines Textes und führen dazu, dass Leser Ihren Content gegenüber reinen Textwüsten bevorzugen.

9. Angemessene Länge: Die optimale Länge des Contents hängt von der jeweiligen Textart und vom Erscheinungsort ab. Ein Social-Media-Teaser braucht nur wenige, knackige Worte, ein Fachartikel informiert die Zielgruppe dagegen umfassend. Auch wenn Leser im Web ungeduldiger als bei gedruckten Medien sind, geht der Trend online zu längeren Texten. Nach einer Analyse von Searchmetrics liegt die durchschnittliche Länge von Texten auf Websites in den Top 10 der Google-Suchergebnisse bei 821 Wörtern.

10. Suchmaschinenoptimierung: Guter Content im Web muss in erster Linie dem Leser gefallen. Um erfolgreich zu sein, muss er aber auch Suchmaschinen überzeugen. Daher ist ein gewisses Maß an Suchmaschinenoptimierung Pflicht. Achten Sie neben einzigartigen, gut aufbereiteten Inhalten besonders auf folgende Punkte:

  • Keywords: Schlüsselwörter zeigen der Suchmaschine, welchen Inhalt ein Text behandelt. Der Einsatz von Keywords sollte immer sinnvoll und ausgewogen sein. Die Keywords sollten an den wichtigsten Stellen im Text platziert werden, um der Suchmaschine das Scannen zu erleichtern: – in Überschriften (H1 + H2) – in der Metadescription – im Seitentitel – an Text- und Absatzanfängen – in Bild- oder Videonähe – in den Meta-Tags
  • Synonyme, Varianten, verwandte Begriffe: Google versteht semantische Zusammenhänge immer besser. Anstatt möglichst oft ein einzelnes Keyword zu enthalten, sollte der Content ein Thema mit verwandten Termini und unter verschiedenen Aspekten behandeln. Synonyme, Varianten und themenrelevante Begriffe sollten sich gleichmäßig über den gesamten Text verteilen. So kann der Content auch für unterschiedliche Suchanfragen zu einem Themengebiet relevant sein.
  • WDF*IDF: Mithilfe der WDF*IDF-Formel lassen sich zu einem Keyword passende Begriffe und deren optimale Verteilung in einem Text berechnen. Die Orientierung an dieser Formel ist für die Lesefreundlichkeit eines Textes wesentlich sinnvoller, als auf eine fixe Keyworddichte hin zu optimieren.
  • Aktualität: Neue Inhalte sind relevanter für den User als Altbekanntes. Die regelmäßige Veröffentlichung von frischen Inhalten auf einer Seite bewertet Google positiv.
  • Das Wichtigste zuerst: Die wichtigsten Informationen sollten am Anfang eines jeden Absatzes und eines jeden Satzes stehen. So kann Google Texte auf Websites besser scannen und der User schneller erkennen, ob eine Seite für ihn relevant ist.
  • Links: Sinnvolle Verlinkungen zu eigenen oder fremden Inhalten signalisieren Google, dass man seinen Nutzern weiterführende Informationen anbietet. Die Linkstruktur sollte aus Sicht des Users aber immer nachvollziehbar sein. Es gilt die Maxime „Every link needs a story”. Zu viele Links können die SEO-Stärke einer Seite verringern. Zudem schwächt sich Experten zufolge die Bedeutung von Links als Rankingfaktor ab.

Der Weg zum Wunschtext: Ernten Sie die Früchte Ihrer Arbeit

Kontinuierlich gute Inhalte bereitzustellen, ist für viele Unternehmen eine große Herausforderung – sei es aufgrund von mangelnder Zeit, mangelnden Ressourcen oder mangelndem Know-how in Sachen SEO-Content. Wer nicht über die Kapazitäten für die Erstellung von Texten in der benötigten Qualität verfügt, kann auf eine Vielzahl externer Anbieter zurückgreifen, darunter Agenturen, freie Autoren und Textbörsen. Textbörsen eignen sich besonders für die Abwicklung größerer Textprojekte, weil bei ihnen tausende Autoren mit Fachwissen in den unterschiedlichsten Gebieten angemeldet sind.

Wer sich entscheidet, die Texterstellung auszulagern, sollte unbedingt auf ein gutes Briefing achten, um seinen Wunschtext zu erhalten. In dieses gehören Angaben zu:

  • Textlänge
  • Zielgruppe
  • Gliederung
  • Sprachstil
  • Keywords und deren Anzahl

Sie sehen: Ob Sie selbst schreiben oder einen externen Autor mir Ihrem Wunschtext beauftragen – guter Content, der Leser und Suchmaschinen überzeugt, bedeutet zunächst einmal Arbeit. Doch diese zahlt sich aus: Wenn Sie belohnt werden mit besseren Rankings, mehr Traffic, höheren Conversions und mehr Sales.

Der Autor

Isabel Kiely - Senior Content & Community Managerin Textbroker

Isabel Kiely
Senior Content & Community Managerin Textbroker

Mehr Informationen

Isabel Kiely ist seit 2013 Senior Content & Community Managerin bei Textbroker. In dieser Position leitet sie die Redaktion des weltweit führenden Content-Marktplatzes. Zuvor arbeitete sie als Redakteurin für verschiedene Print- und Online-Medien, darunter Springer für Professionals, die Fachzeitschrift Media Spectrum sowie die Frankfurter Rundschau. Die studierte Medien- und Kommunikationswirtin hat einen Master in Internationalem Journalismus von der Dublin City University.

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