Das Wichtigste auf einen Blick

5 Testideen für Infografiken

Für kommerzielle Website-Betreiber kann es sich lohnen, regelmäßig Geld in Infografiken zu investieren. Grafiken übermitteln Informationen oft viel schneller als Text. Vor allem anfangs sollte man etwas mehr investieren, um verschiedene Grafik-Varianten zu testen. Denn die Bandbreite möglicher Umsetzungen ist groß. Wir haben fünf Ideen für solche Tests aufgelistet.

1. Welches Thema illustriert die Grafik?

Infografiken eignen sich beispielsweise dazu, die Vorteile von Produkten und Dienstleistungen vorzustellen oder die Funktion von neuen Produkten zu erklären. Allerdings zeigt sich schnell, was auch bei anderen Angeboten gilt: Produkte und Dienstleistungen besitzen meistens mehrere Vorteile und man wird unter anderem entscheiden müssen

  • welche man in der Grafik präsentiert,
  • welche man in den Vordergrund stellt

Nimmt man etwa Smart-Home-Lösungen, so könnte der Schwerpunkt auf Schutz- und Energiesparfunktionen liegen. In diesem Fall verweist man auf Energieeinsparungen durch die Steuerung von Licht und Wärme sowie auf den Schutz vor Einbruch. Es ist aber auch möglich, mit der Infografik den Komfort eines Smart Homes zu betonen: Haushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik, Heizung – alles lässt sich fernsteuern.

Was ist überzeugender: Schutz und Sicherheit oder Komfort? Nur Tests könnten Antworten auf diese Frage liefern.

2. Positive oder negative Botschaft?

Welche Botschaft vermittelt die Infografik? Soll man mit ihr ein Problem präsentieren, um das Angebot als Lösung zu profilieren? Oder stellt man besser sofort die Vorteile in den Vordergrund? Die richtige Antwort lässt sich nur für den Einzelfall bestimmen.

Ein Beispiel: Man kann Dämm-Maßnahmen bewerben, indem man in einer Infografik die Heizkosten im sanierten und im unsanierten Haus gegenüberstellt. Botschaft: Die Dämmung bringt eine hohe Ersparnis. Nutze X, gewinne Y. Das ist eine positive Botschaft.

Man könnte auch eine Umfrage grafisch aufbereiten: So und so viele Menschen erwarten steigende Heizkosten. Botschaft: „Unternimm etwas, damit DU nicht mehr als zuvor zahlen musst.“ Bei manchen Betrachtern dürfte diese Botschaft eher zu einer Conversion führen als die positive.

Das Prinzip funktioniert auch bei Zahnreinigungen, Altersvorsorge, Rechtsschutzversicherungen und vielen weiteren Angeboten – man sollte testen, ob eher Risiko- oder eher Benefit-Botschaften die eigenen Website-Besucher überzeugen.

3. Unterhaltsam oder nüchtern?

Bisher ging es um Inhalte. Aber natürlich kann auch die Form der Infografik ausschlaggebend sein. Die Bandbreite reicht von einfachen Diagrammen bis zu comicartigen Elementen oder Infografiken, die fast schon Wimmelbildern ähneln.

Comic-Elemente steigern oft den Unterhaltungswert, können im Extremfall aber unseriös wirken. Umgekehrt könnte die allzu sachliche Grafik zu wenig Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Beispiele für beide Varianten liefert ein Blick auf Infografiken zum Thema private und gesetzliche Krankenversicherung. Mit welcher Variante können Sie mehr anfangen?

4. Zwei oder drei Dimensionen?

Auch Detailfragen können bei Infografiken bedeutsam sein. Kehren wir als Beispiel zu der Hausdämmung zurück. Man kann ihre Vorteile in einer zweidimensional oder in einer dreidimensional wirkenden Zeichnung aufzeigen. Die zweidimensionale Variante ist auf jeden Fall einfacher herzustellen, deshalb meist auch günstiger. Allerdings könnte die dreidimensionale wirkungsvoller sein. Ist das so? Und falls ja, rechtfertigt der größere Erfolg die höheren Kosten?

5. Infografik – ja oder nein?

Auch als bekennender Freund von Infografiken sollten Sie sich nicht automatisch dafür entscheiden. Eine andere Möglichkeit ist das klassische Foto. Es hat oft weniger Informationsgehalt, wirkt aber möglicherweise emotionaler. Testen Sie deshalb auch, ob eine Infografik überhaupt die beste Wahl ist.

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